Die Klimaschutzleistung von Wald und Holz

Die tatsächliche Klimaschutzleistung der Forst- und Holzwirtschaft ist komplex und wird in der Öffentlichkeit oft kontrovers diskutiert. Um den realen Beitrag zu ermitteln, dürfen die einzelnen Effekte niemals isoliert betrachtet werden – es kommt auf das Gesamtsystem aus drei interagierenden Teilsystemen an:

Der Waldspeicher
(Senke & Quelle)

Durch Photosynthese binden wachsende Bäume Kohlenstoff ($CO_2$) in der Biomasse. Nimmt der Vorrat ab (z. B. durch massive Waldschäden, Trockenheit oder Borkenkäfer), kann der Wald temporär sogar von einer Klimasenke zu einer Treibhausgasquelle werden, wie es in Deutschland in den Jahren 2018–2023 der Fall war.

Der Holzproduktespeicher

Wird Holz geerntet und zu langlebigen Produkten (z. B. im Holzbau) verarbeitet, bleibt der Kohlenstoff über Jahrzehnte sicher gebunden. Dieser Speicher fungiert verlässlich als Senke.

Der Substitutionseffekt

Wenn Holzprodukte emissionsintensive Materialien (wie Beton, Stahl oder fossile Energieträger) ersetzen, werden Treibhausgase in anderen Sektoren (Industrie, Energie) vermieden.

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat im Juli 2025 dazu eine sehr ausführliche Stellungnahme verfasst, die eine wertvolle Orientierungshilfe in dieser kontroversen Debatte bietet.

Die vollständige Stellungnahme können Sie hier herunterladen:

Die Ermittlung der Klimaschutzleistung von Wald und Holznutzung